Kurze Erläuterung
Eine der zahlreichen Folgen des Dreißigjährigen Krieges ist Bevölkerungsmangel. Dieser zeigt sich in den Städten aber auch auf dem Land. Die Gründe dafür sind vielfältig. Neben den verpflichtenden Kriegsdiensten, der teilweise problematischen Versorgung mit Nahrungsmitteln und Krankheiten trugen auch Kriegswerbungen zum wachsenden Bevölkerungsmangel bei. Immer wieder warben auch fremde Herrscher in der Bevölkerung dafür, sich in den Dienst ihrer Armee zu stellen. Insbesondere in der Landwirtschaft stellte sich der Arbeitskraftmangel als Bedrohung heraus. Aus diesem Grund erlässt der Bischof Christoph Bernhard von Galen im Jahr 1651 ein Gesetz, das Auswanderung und den Kriegsdienst in fremden Heeren unter Strafe stellte.
Relevanz des Materials
Die Quelle benennt eindeutig die Problematik des Bevölkerungsmangels nach dem Dreißigjährigen Krieg mitsamt einiger ihrer Ursachen und zeigt zudem, mit welchen Verpflichtungen sich die Bevölkerung nach dem Krieg konfrontiert sah.
Dieses Gesetz Bischof Christoph Bernhard von Galens gehört zu den vergleichsweise wenigen innenpolitischen Bestrebungen des Bischofs, denn von Galen konzentrierte sich sowohl während als auch in Folge des Krieges in erster Linie auf die Außenpolitik.
Joel Wichary
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